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Mittwinter-Zauber: Die Hexen von White Haven Band 12 (TASCHENBUCH)

Mittwinter-Zauber: Die Hexen von White Haven Band 12 (TASCHENBUCH)

Regular price €14,99 EUR
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Paperback

Der Mittwinter bringt neue Feinde nach White Haven.

Über Nacht, kurz vor dem Julfest, ändert sich alles in White Haven. Ein gewaltiger Schneesturm riegelt die Stadt ab, und niemand kann sie verlassen oder betreten. Die Hexen spüren, dass sich nichts richtig anfühlt – doch sie wissen nicht, warum.

Für diejenigen, die außerhalb der Stadt gefangen sind, sind die Gefahren nur allzu real. Es gibt unerklärliche Todesfälle, unnatürliche Schneemengen, fantastische Eisskulpturen und eine magische Mauer um White Haven.

Reuben, der sich Sorgen um El und seinen Zirkel macht, bittet seine Freunde um Hilfe – einschließlich der Nephilim. All ihre Nachforschungen deuten auf einen unwahrscheinlichen Feind hin, der absolut unglaublich klingt. Bis sie ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und um ihr Leben kämpfen.

Jack Frost ist da, und er ist nicht allein.

Doch in White Haven, wo sie gefangen sind, ist die Lage noch weitaus schlimmer. Die Winterkönigin hat beschlossen, dass der Winter ewig währen soll – und sie wird jeden töten, der sich ihr in den Weg stellt.

Insbesondere die Hexen von White Haven.

Hol dir jetzt den zwölften Band der White Haven Witches-Reihe.

Die „Hexen von White Haven“-Reihe ist perfekt für Fans paranormaler Krimis, die authentische Hexerei und Magie, eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte, englischen Humor, eine wunderschöne, mythenreiche Landschaft Cornwalls und jede Menge Action lieben.

LESEPROBE

EINS


Avery Hamilton stand am Fenster ihres Ladens, Happenstance Books, und bewunderte die weihnachtliche Dekoration der Stadt.

White Haven war mit winterlichem Grün, festlicher Beleuchtung und anderer Weihnachtsdekoration geschmückt. Doch der Anblick wurde durch einen Schleier aus dicken, samtigen Schneeflocken gefiltert, die die Straße wie eine Decke überzogen und alles in gedämpfte Stille hüllten. Es fühlte sich zeitlos an. Magisch. Als sie hinausschaute, hatte sie sogar das Gefühl, als wäre der Rest der Welt verschwunden und als gäbe es nichts außer White Haven und den bevorstehenden Feierlichkeiten.

„Kaum zu glauben, dass der Jul-Umzug und das Festmahl schon morgen sind“, sagte Alex Bonneville, ihr Freund, während er ihr eine Tasse Kaffee reichte und sich dann an den Fensterrahmen lehnte. „Hoffen wir, dass es bis dahin aufhört zu schneien, sonst sieht man ja gar nichts!“

Avery lachte. „Das tut es immer. Das ist die Magie dieser Jahreszeit. White Haven ist immer von einer Schneedecke überzogen, und doch ist der Tag des Umzugs in klaren, winterlichen Sonnenschein getaucht.“ Sie ging mit ihrem Kaffee zurück zum Tresen und wandte der verschneiten Szenerie den Rücken zu, um die Dekoration ihres Ladens zu begutachten.

Wie üblich hatte Sally, ihre Ladenleiterin und gute Freundin, Happenstance Books warm und einladend gestaltet, mit funkelnden Kerzen und Lichterketten, und es duftete nach Zimt und Weihrauch. Zudem waren dicke Kiefernzweige über die Oberseiten der Bücherregale drapiert, in denen glitzernde Tannenzapfen lagen.

„Wie geht es mit der Deko in deinem Pub voran, Alex? Du weißt doch, dass Stan heute bei allen eine Inspektion durchführt.“ Stan war einer der Ratsherren von White Haven und ihr Pseudo-Druide, und er organisierte alle Sonnenwend- und saisonalen Feste. „Wir wollen ihn ja nicht verärgern.“

Alex verdrehte die Augen. „Man könnte meinen, unser Leben hinge davon ab. Keine Sorge, Marie hat sich der Aufgabe gestellt, und der Pub stöhnt förmlich unter der Dekoration. Das siehst du dann, wenn du später vorbeischaust. Ich habe heute Abend die Spätschicht.“

„Großartig. Dann komme ich zum Abendessen vorbei.“

Alex’ Blick trübte sich für einen Moment, als ob er angestrengt über etwas nachdachte, aber dann zuckte er mit den Schultern. „Ich sollte besser gehen. Ich muss die Jul-Speisekarte durchgehen. Wir sind zum Mittagessen komplett ausgebucht, das sollte also besser gut werden!“ Er beugte sich vor und küsste sie auf die Wange. „Bis später.“

Die Tür fiel hinter ihm klappernd ins Schloss und löste die Glöckchen aus, die darüber hingen. Ihr Klang war in dem stillen Laden überraschend laut, als wollten sie sie an etwas erinnern, das sie vergessen hatte. Sie ging ihre Pläne für den Tag durch.

Im Moment war der Laden geschlossen. Sie und Alex waren ausnahmsweise früh aufgestanden, aus Gründen, die keiner von beiden nachvollziehen konnte. Beide zogen lange Nächte den frühen Morgenstunden vor. Vielleicht lag es an der ungewöhnlichen, gedämpften Stille, die über der Stadt hing, und dem strahlend weißen Licht, das durch die Jalousien sickerte. Schnee hatte eine Eigenschaft, die man nur schwer ignorieren konnte. Er verwandelte die einst vertraute Landschaft in fremdartige Formen, während er sich auf Mauern, Bäume und Häuser legte. Avery konnte von hier aus zwar weder den Strand noch den Hafen sehen, aber sie wusste, dass das Meer eine flache Zinnplatte wäre, die sich bis zu einem unsichtbaren Horizont erstreckte, und die schäumende Brandung die schneeweißen Strände aufwühlen würde. Die Fischerboote wären vielleicht sogar mit Eis verziert.

Aber was vergaß sie nur? Ihre Ladenleiterin Sally und Dan, ihr Verkaufsgehilfe, würden bald eintreffen, und dann würden sie für den Tag öffnen. Sie müssten überprüfen, ob ihre gesamte Dekoration für die Inspektion bereit war, und dann würden sie die Leseecke vorbereiten. Dan liebte es immer, wenn er die Gelegenheit bekam, den Kindern und ihren Eltern, die den Laden besuchten, Weihnachtsklassiker vorzulesen. Hoffentlich würde Sally Mince Pies mitbringen.

Und was dann? Sie würde sich bei Briar Ashworth und El Robinson melden, um zu sehen, ob sie auch im The Wayward Son essen wollten. Aber sie war sich sicher, dass noch etwas anderes zu tun war …

Ihr Tagtraum wurde von den zankenden Stimmen von Sally und Dan unterbrochen, die durch den Hintereingang des Ladens kamen. Sie klapperten ein paar Minuten in der Küche herum, und Avery nutzte die Gelegenheit, um durch den Laden zu gehen und sich weiterhin zu konzentrieren. Sie räumte unordentliche Bücher auf, richtete Auslagen gerade und hob wahllos Gegenstände auf. Auf einigen Regalen waren Schneekugeln verteilt, und sie schüttelte eine geistesabwesend und beobachtete, wie der Glitzer um eine Burg auf einem Hügel in der Mitte wirbelte. Eine Burg aus Eis.

Die Tür zur Küche flog auf, und ihre Freunde mühten sich in den Verkaufsraum, wobei Sally einen großen Weihnachtskranz und Dan eine Trittleiter trug.

„Du meine Güte“, beschwerte sich Dan, „musstest du den wirklich so groß machen?“

„Ja! Er würde nicht dasselbe aussehen, wenn er klein wäre!“

„Wenn der jemandem auf den Kopf fällt, gibt das eine schwere Verletzung!“

„Der fällt nicht runter!“

Avery kicherte. „Ihr zwei! Ihr seid vielleicht welche!“

Dan warf ihr ein schelmisches Grinsen zu. „Ich würde mich nicht so sehr beschweren, wenn Sally mir nur einen Mince Pie gegeben hätte!“

„Die sind für später!“, erinnerte ihn Sally. „Es ist noch nicht einmal zehn Uhr!“

„Na und? Die zweite Vesper kann stattfinden, wann immer ich will. Ich bin erwachsen.“

„Sagt der Mann, der ein Jingle Balls T-Shirt trägt!“

„Wenn ich nur für einen Moment unterbrechen dürfte“, sagte Avery und versuchte, weiteres Gezanke zu unterbinden, „würde ich gerne sagen, wie wunderschön dieser Kranz ist!“

Sally war rot im Gesicht, ihr normalerweise ordentliches blondes Haar fiel ihr ins Gesicht, aber sie schenkte Avery ein strahlendes Lächeln. „Danke! Ich habe vor, Stans Wettbewerb zu gewinnen!“

„Er ist beeindruckend groß, und ich bin sicher, wir haben gute Chancen!“ Avery dachte auch, dass Dan recht hatte. Sie mussten den Kranz gut befestigen. Wenn er Stan auf den Kopf fiele, wäre das eine Katastrophe.

Der Weihnachtsbüschel war ein traditioneller cornischer Weihnachtskranz, der aus zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Reifen bestand und mit saisonalem Grünzeug und einer Kerze in der Mitte geschmückt war. Er war dazu gedacht, von der Decke herabzuhängen. Sally hatte außerdem noch Christbaumkugeln und Perlen hinzugefügt.

„Wir müssen sichergehen“, fuhr Avery fort und rümpfte verwirrt die Nase, „dass die Kerze nicht den Kranz in Brand steckt. Wir wollen ja nicht mein Haus und den Laden niederbrennen.“

Dan hatte die Trittleiter bereits in Position gebracht, nahm Sally den Büschel ab und hievte ihn auf den Haken direkt hinter dem Vordereingang. Als er endlich hing, zündete er die Kerze an. „Keine Sorge, Avery. Das wird schon gut gehen. Sie ist weit genug vom Grünzeug entfernt.“

Sally klatschte begeistert in die Hände. „Perfekt! Ich wusste, dass ein echter viel schöner aussehen würde als ein künstlicher!“

„Kriege ich jetzt einen Mince Pie?“, fragte Dan, während er die Leiter zusammenklappte.

„Kannst du haben, wenn du auch Kaffee machst.“

Dan murrte, als er ins Hinterzimmer ging, und Sally lachte. „Ich liebe es einfach, ihn zu ärgern.“

„Solange du weiter Mince Pies backst, kannst du ihn den ganzen Tag lang ärgern.“ Avery richtete sich hinter dem Tresen ein. „Also, wann ist die Prämierung für den Kranz?“

„Am Tag nach dem Julfest, da Stan morgen durch White Haven wirbeln wird, um sicherzustellen, dass alles für die Parade bereit ist.“ Sally lehnte sich auf den Tresen. „Ich finde wirklich, dass er Hilfe braucht. Er kommt nie zur Ruhe!“

„Wird er heute Abend auch den Jahrmarkt eröffnen?“

„Ich bin mir nicht sicher, aber ich kann es kaum erwarten.“ Sally grinste. „Ich nehme dieses Jahr die Kinder mit. Sie werden es lieben, das Schloss beleuchtet zu sehen. Wie geht es Clea heute Morgen? Wird sie heute Abend mit dir zum Jahrmarkt gehen?“

Avery hatte sich wieder hinter den Ladentresen gesetzt und schreckte bei der Frage nach ihrer Großmutter so auf, dass sie beinahe den kalten Rest ihres Kaffees umstieß. „Scheiße! Wie konnte ich sie nur vergessen? Ich gehe sofort nach ihr sehen.“

Sie raste ins Hinterzimmer des Ladens, direkt an Dan vorbei, der gerade eine frische Kanne Kaffee aufsetzte, und die Treppe hinauf in ihre Wohnung. An der Schwelle zum Wohnzimmer hielt sie inne und hatte wieder das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, aber alles sah normal aus. Der Weihnachtsbaum stand geschmückt in der Ecke, der Fernseher lief mit leisem Ton und Cleas Tür war einen Spaltbreit offen. Aber der Geruch von verbranntem Toast wehte aus der Küche, und Avery ging zum Torbogen, der die Küche vom Wohnzimmer trennte.

Clea, immer noch in ihrem flauschigen Bademantel, stand am Waschbecken und kratzte die schwarzen Ränder vom Toast. Avery trat neben sie. „Oma! Es tut mir so leid, dass ich dich nicht geweckt habe. Geht es dir gut? Lass mich dir neuen Toast machen.“

Clea blickte zu ihr auf, ihr Lächeln verschwand in ihren Falten, als sie ihre Hand tätschelte. „Mir geht es gut, meine Liebe, mach dir keine Sorgen. Du musst dich um den Laden kümmern. Ich werde ein bisschen Frühstücksfernsehen schauen. Leistest du mir später aber beim Mittagessen Gesellschaft?“ Sie ging zum Tresen, um ihren Toast zu buttern.

„Natürlich.“ Averys Kopf fühlte sich wie in Watte gepackt an, und sie sah sich in ihrer vertrauten Küche um und fragte sich, ob sie einen Kater hatte.

Hatten sie und Alex sich letzte Nacht hemmungslos betrunken? Wohl kaum. Dann hätte sie rasende Kopfschmerzen. In der Spüle standen die Überreste ihres und Alex’ Frühstücks, und ihre Sachen lagen im Wohnzimmer verstreut, und doch fühlte sich alles so falsch an. Sie schwebte zum Fenster, aber die Aussicht war so gedämpft wie ihr Kopf. Dichter Schnee wirbelte umher und verdeckte den Blick auf den Garten und die Stadt. Sie konnte kaum die Gasse hinter dem Haus erkennen, und das Meer war völlig verborgen.

Von einem Zwang, den sie nicht verstand, nach oben gezogen, ging Avery zum Dachboden, wo sich ihr Schlafzimmer befand, und ließ Clea allein werkeln. An der Schwelle stehend, runzelte sie die Stirn angesichts des schattengefüllten Raumes. Ihr und Alex’ Schlafzimmer war der Raum auf der anderen Seite des Kamins. Auf dieser Seite stand der große Holztisch, vollgestopft mit Büchern, die Regale darum herum voll mit Kerzen und Kräutern. Sie atmete den Duft von Weihrauch ein und spürte, wie sich ihre Stimmung hob. Aber warum hatte sie so viele Kräuter hier oben? Sollten die nicht in der Küche sein? Und warum so viele Bücher?

Sie sollte diesen Bereich in eine weitere Sitzecke umwandeln, eine Lounge für sie und Alex, wenn sie ihre Ruhe vor Clea brauchten. Vielleicht würde sie das später tun. Sie ging im Zimmer umher und ließ ihre Finger über die dicken Holzregale gleiten.

Und dann hielt Avery inne, als sie eine weitere Schneekugel sah. Diese hier hatte die Größe eines Fußballs, und darin saß ein Rabe auf einem verschneiten Ast, seine gelben Augen mit einem intensiven Blick auf sie gerichtet. Sie konnte sich nicht einmal daran erinnern, warum sie so ein Ding besaß. Perplex schüttelte sie den Kopf und beschloss, dass es Zeit war, in den Laden zurückzukehren.

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